Anordnung von Objekten auf Konstruktionsplatform

 

Das neue Ultimaker Cura 3.5 führt u.a. Tastaturabkürzungen (sog. Hotkeys) zum raschen Wechsel zwischen den Manipulationswerkzeugen ein.

Die Cura-Monitor-Seite wurde umgestaltet und dem Aussehen der Cura Connect-Webansicht angepasst.

Eine weitere Änderung ergibt sich bei den Cura-Projekten, wo der Aufbau des Dateinamens verändert wurde.

Und das sind die weiteren Funktions-Highlights:

 

Nutzererlebnis

Dateimenü. Das Verhalten des Dateimenüs wurde verändert so dass 'Speichern' nun Projekte abspeichert und 'Export' nur die Modelle in einem anderen Dateityp.

Neue Tastaturabkürzungen. Diese sog. Hotkeys ermöglichen das schnelle Umschalten zwischen Verschieben (T), Skalieren (S), Rotieren (R) und Spiegeln (M).

3MF Projektdateien. Der Zusatz '.curaproject' im Dateinamen wurde entfernt um ein Problem unter MacOS bei der Dateinamenvergabe zu beheben. Die Projektdateien sind nun einfach durch die 3MF Endung zu erkennen.

Zuletzt geöffnete Projekte. Unter den zuletzt geöffneten Dateien sind nun auch Projektdateien zu finden.

Zuletzt geoeffnete Curaprojekt-Dateien
Projektdateien können nun direkt aus den zuletzt geöffneten Dateien geladen werden.

Materialeinstellungen. Es ist nun möglich, Favoriten bei den Materialien auszuwählen. Diese können dann schnell und einfach in der Materialauswahlbox oben rechts selektiert werden.

Monitor-Seite. Die Monitor-Seite von Ultimaker Cura ist etwas umgestaltet worden und sieht nun in der Art gleich aus wie die Cura Connect Seite 'Druckaufträge'. Damit soll ein ständiges Umschalten zwischen diesen beiden Ansichten unnötig gemacht und der Monitor-Seite mehr Kontrollmöglichkeiten zugeteilt werden.

Umgestaltete Monitor-Seite
Das Aussehen der Monitor-Seite in Cura wurde dem Aussehen der Cura Connect Web-Ansicht angeglichen.

Projekt speichern. Das Speichern eines Projekts führt nun nicht mehr zum Neu-Slicen bei aktivierter Auto-Slicing-Option, was insbesondere bei langen Slicing-Vorgängen mühsam war.

 

Erweiterungen des Slicers

Verbesserte Verarbeitung von Überhängen. Wände, welche zu Überhängen gehören werden nun automatisch erkannt und mit veränderter Geschwindigkeit gedruckt. Eine solche Geschwindigkeitsveränderung führt zu einer verbesserten Druckqualität und zuverlässigeren Druckresultaten. Zudem beginnen neue sog. Perimeter, d.h. Wandlinien, nicht mehr an überhängenden Wänden.

Vorschub-Farbschema eines Bruecken-Prints
Mit dem Farbschema 'Vorschub' können unterschiedliche Druckgeschwindigkeiten im Model sichtbar gemacht werden. Überhängende Bereiche dieses Brücken-Prints werden mit einer anderen Druckgeschwindigkeit als andere Bereiche gedruckt um bessere Resultate zu erzielen.

Minimaler Polygonumfang. Polygone innerhalb der Slice-Ebene, welche einen Umfang kleiner als der hier angegebene Wert aufweisen, werden ausgefiltert. Kleinere Werte führen daher zu Details mit höherer Auflösung auf Kosten einer erhöhten Berechnungszeit. Diese Einstellung ist ideal für Prints mit kleiner Ausdehnung und vielen Details oder generell für SLA-Drucker.

Stützmateriallinienabstand auf der ersten Schicht. Diese Einstellung ermöglicht es dem Anwender, die Dichte der Stützstrukture auf der ersten Schicht zu verändern und damit die Haftung auf der Druckplattenoberfläche sowie die generelle Stabilität der Stützstruktur zu kontrollieren.

Zusätzliche Füllung Wandlinien. Die hier angegebene Zahl steht für die Anzahl Extra-Wandlinien, welche eine Füllfläche umfassen. Das kann etwa dabei helfen, Linien von Oben/Unten-Flächen besser zu unterstützen so dass diese weniger durchhängen. Dadurch werden weniger Oben/Unten Schichten für die gleiche Qualität nötig was mit zusätzlich gedrucktem Material erkauft wird.

Zuverlässigkeit Einzugsturm. Der Druck zweier Materialien welche nicht gut aufeinander haften kann zum Bruck eines Einzugsturms während des Drucks führen. Daher wurde der Einzugsturm so umgestaltet, dass er aus zwei ineinanderstehenden Schalen besteht und damit in der Höhe eine deutlich bessere Haftung aufweist. Damit wird der Turm stabiler und zuverlässiger.

Eineinandergeschachtelte Materialien des Einzugturms
Der Einzugsturm besteht nun aus zwei ineinander stehenden Zylinder der verschiedenen Materialien. Das macht den Einzugsturm zuverlässiger.

Fülllinie multiplizieren. Legt mehrere Fülllinien unter Einhaltung des Füllmusters nebeneinander um die Stabilität zu erhöhen.

Einfache Fuelllinie     Mehrfache Fuelllinie
Dreieckfüllung mit einfacher (links) und dreifacher (rechts) Fülllinie.

Verbinden von Füllungspolygonen. Analog zum Verbinden von Füllungslinien ist es jetzt möglich, die Polygone der Kreuz- und der Kreuz-3D-Füllung innerhalb einer Schicht miteinander zu verbinden. Diese Einstellung kann mit den Einstellungen 'Fülllinie multiplizieren' und 'Zusätzliche Füllung Wandlinien' kombiniert werden um ein kontinuierliches Extrusionsmuster basierend auf einem beliebigem Füllmuster zu erreichen.

Lüfterdrehzahl überschreiben. Diese neue Einstellung verändert die Lüfterdrehzahl während die erste Schicht über einer Stützstruktur gedruckt wird. Dadurch verändert sich die Haftung zwischen der Stützstrukture und dem Druckobjekt.

Mindestwandfluss. Dieser Wert wird als Schwellwert bei Überlappungen von Wandlinien verwendet. Liegt der errechnete Fluss (in Prozenten) über diesem Wert, so wird eine Linie extrudiert; liegt er darunter, so wird die Linie durch eine einfache Fahrbewegung ohne Extrusion ersetzt.

Unterstützung Linienrichtung Füllung. Die Richtung von Fülllinien der Stützstruktur kann nun gedreht werden. Dadurch können Artefakte am Modell selbst reduziert und damit die generelle Stützqualität verbessert werden. Diese Einstellung wird auf alle Füllmuster angewendet.

 

Neue Plugins

Cura-Einstellungs-Anleitung. Dieses Plugin lädt eine detaillierte Beschreibung der Cura-Einstellungen, welche durchsucht werden kann und die Bilder zu jeder Einstellung enthält. Die gleichen Inhalte sind auch auf der Ultimaker Webseite zu finden.

Benutzerdefinierte Stützstruktur. Mit diesem Plugin ist es möglich, analog zum Support-Blocker, durch manuelles Klicken auf den gewünschten Teil des Druckobjekts Würfel der Anordnung hinzuzufügen welche im entsprechenden Volumen Stützstrukturen erstellen.

Schnellumschalter Auto-Slicing. Dieses Plugin fügt einen Umschaltknopf der Slicing-Fortschrittsanzeige hinzu, der das Schnelle Umschalten zwischen Auto- und manuellem Slicing ermöglicht.

Versionsnummer in Titelleiste. Dieses Plugin zeigt die Versionsnummer von Cura in der Titelleiste an was bei parallelem Betrieb verschiedener Cura-Versionen hilfreich sein kann.

 

Drucker von Drittanbietern

Neue Profile wurden für TiZYX, Winbo, Tevo Tornado, Creality CR-10S und Wanhao Duplicator hinzugefügt. Für Deltacomb und Dacoma wurden die Profile modifiziert.

 

Behobene Fehler

Wiederum wurden diverse Fehler zugunsten einer verbesserten Stabilität und Leistung behoben. Diese beinhalten etwa unnötige M109 Anweisungen im GCODE und überflüssige Fahrbewegungen, Verbesserung der Einstellung 'Zusätzliche Wandlinien Füllung', die Druck-Reihenfolge und vieles mehr. Eine detaillierte Liste aller behobener Fehler befindet sich in den Release Notes.

 

Dank an die Beitragenden

Ultimaker bedankt sich bei allen Beitragenden, isbesondere smartavionics, fieldOfView, BagelOrb, Kriechi, MarmaladeForMeat und cubiq und den Betatestern der neuen Version.

 

Cura 3.5 steht hier zum Download bereit. Rückmeldungen werden gerne auf dem Ultimaker Forum entgegen genommen.

 

Dieser Artikel ist eine Übersetzung mit inhaltlichen Korrekturen des Ultimaker-Artikels welcher hier gefunden werden kann.